„Mach doch einen Blog!“ sagen sie alle immer zu mir.

Der strategisch kluge Plan einen Blog zu beginnen sieht wohl so aus: Bereite einige Themen und Beiträge vor, schätze ab in welchen Abständen du über sie schreiben kannst und mache eine dramatische Neueröffnung deiner Homepage.

Pläne, Panik, Prokrastination.

Ich möchte euch mal verraten, welche Auswirkungen das auf die letzten 6 Jahre meiner Selbstständigkeit hatte: Zahllose Themen, zahllose Notizen und zahllose Entwürfe, die zu unendlichem Prokrastinieren und etwaigen Ängsten geführt haben.

Parallel zu meiner praktischen Arbeit, den Vorträgen und den Dokumentationen bei Arte und ZDF entstand dann: NICHTS!

Das ich eine extreme Wortfetischistin und Perfektionistin bin, ist auch nicht vorteilhaft für diese Problematik…

Wenn ich also sage: „ich liebe es zu Schreiben!“, heißt es eigentlich, dass ich dabei schwitze, friere, zittere und dann nichts lieber täte, als auf zu räumen, Staub zu saugen und die Buchhaltung zu machen.

Deshalb entstehen diese Zeilen jetzt relativ unorthodox, bei diesem mir so wichtigen und äußerst sensiblen Thema, „rheinländisch frei Schnauze“.

Nein, ich kann noch nicht sagen welche Qualität dieser Blog annehmen wird, nein, ich habe noch nicht alle Vorkehrungen getroffen und notfalls habe ich jetzt erstmal den einen Beitrag, den ich bis dato geschrieben habe.

Und ich komme nicht umhin zu bemerken, dass ich die Situation sozialpädagogisch wertvoll mit: „Aber das ist doch auch schon mal etwas!“ bewerte.

Angedacht sind ein Beitrag pro Monat mit unterschiedlichen (zu Beginn eher grundlegenden) Fakten und Facetten der Arbeit als Sexualbegleiterin.

Aber diese lassen sich sicherlich um einige Themen ergänzen.

Damit ich mich jetzt selbst ein wenig ins kalte Wasser schmeiße und positiv unter Druck setze (Fragt mich nicht, aber so funktioniert mein Hirn am besten) kommen verrate ich hier noch ein paar geplante Themen für mögliche Beiträge (in beliebiger Reihenfolge):

  • „Das unterdrückte Bedürfnis?“
  • Exklusiv: „8 Dinge, die eine Sexualbegleitung verbessern können“
  • „Hure und Lebensretterin, wer war Hedwig Porschütz?“
  • „Und jetzt auch noch MS?!“
  • „Wie kann ein Zimmer in einer Einrichtung gemütlicher werden?“
  • „Spot on: Meine besten Filme über Sexualität und Behinderung!“
  • „Mama ich möchte Sex“ – wie kann ich als behinderter Mensch Angehörige darüber informieren?

Ihr dürft gespannt sein! Habt ihr noch Themen-Wünsche und Ideen?